15% mit BLACK_15 sichern - Gratis Versand ab 40€

Zecken - Gefahr durch kleine Spinnentiere

Zecke

 

Sie sind klein, rund und sehen eigentlich ganz unschuldig aus: Zecken! Doch die kleinen Biester haben es faustdick hinter den Ohren und können sogar sehr gefährlich werden. Durch Zeckenstiche können nämlich ernstzunehmende Krankheiten übertragen werden und folglich auch zum Tode führen. Mit diesem Artikel wollen wir dich daher über diese Spinnentiere (Hinweis: Zecken sind keine Insekten) aufklären und auch darauf eingehen, wie man sich am besten vor ihnen schützen kann.


Die Zecke

Die Zecke gehört zur Klasse der Spinnentiere und zur Gruppe der Milben, was sich an ihren 8 Beinen gut erkennen lässt. Weltweit gibt es circa 900 Zeckenarten, wobei sie sehr gerne in Regionen leben, in denen die Temperaturen moderat und die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Sie klettern meist auf Gräser und Büsche, um hier bestmöglich Wirbeltiere attackieren zu können.Ebenso wie die Stechmücken brauchen die Tiere nämlich Blut von Wirbeltieren, um zu überleben. Bekannt sind Zecken unter anderem dadurch, dass sie sich durch ihren Körperbau und ihr Verhalten, perfekt an ihre Umwelt anpassen können.

 

Zecke

Die Zecke: Ein Spinnentier und Gefahr für Wirbeltiere

Wie lange leben Zecken?

Eine Zecke durchläuft in ihrem Leben drei Stadien vom Ei bis zur ausgewachsenen Zecke. Voraussetzung für jede dieser Entwicklungen ist die Aufnahme von Blut, um sich schlussendlich zur erwachsenen Zecke zu entwickeln. Zudem ist für weibliche Zecken eine weitere Blutaufnahme essentiell, um ihre Eier ablegen zu können.

Die drei Stadien der Zecke sind folgende:

Zeckenlarve

Nymphe

Erwachsene Zecke

Im Schnitt lebt eine Zecke drei bis fünf Jahre. Falls sie jedoch keinen Wirt auffindet, kann sie auch einige Jahre ohne Blutaufnahme leben. Die Männchen sterben bereits nach der Begattung und das Weibchen hingegen stirbt nach der Ablage ihrer Eier. Um kalte Winter und niedrige Temperaturen zu überleben, verfallen Zecken unter einer Temperatur von 7 Grad in eine Winterstarre, um sich und ihren Körper zu schützen.

Hier erfährst du mehr über Stechmücken

Was passiert bei einem Zeckenstich?

Zecken stechen Wirbeltiere nur aus einem simplen Grund: Zum Überleben! Ohne Blut können sie sich, wie bereits erwähnt, nicht zur ausgewachsenen Zecke heranbilden. Befindet sich eine Zecke im Gras und wird von einem Wirbeltier gestreift, streckt die Zecke ihre Beine in die Höhe und krallt sich blitzschnell an der Haut des Wirtes fest. Diese besitzt ein scherenartiges Mundwerkzeug und kann dadurch die Haut perfekt aufreißen. Die Zecke betäubt beim Stich die Einstichstelle, weswegen der Stich nicht gleich zu spüren ist.

Der Speichel der Zecke sorgt ähnlich wie bei der Mücke dafür, dass das Blut nicht gerinnt. Während dem Stechvorgang, welcher sich auch über mehrere Tage vollziehen kann, verdaut die Zecke die Nährstoffe, die sie über das Blut aufgenommen hat und gibt überschüssige Flüssigkeit zurück. Durch diesen wiederholten Vorgang können Krankheiten übertragen werden, da sich bestimmte Krankheitserreger im Darm der Zecke befinden können.

 

Zeckenstich

Nach einem Zeckenstich saugt sich die Zecke voll mit Blut

Welche Krankheiten können Zecken übertragen?

Wenn die Zecke mit einem Krankheitserreger infiziert ist, können diese aus den Speicheldrüsen oder dem Darm der Zecke über den Stechapperat in den Körper des Blutwirts gelangen und sehr ernst zu nehmende Auswirkungen haben. Es gibt eine Vielzahl von Krankheiten, die durch Zeckenstiche übertragen werden. Zwei davon sind in Deutschland besonders relevant:

Borreliose:

Borreliose bezeichnet allgemein verschiedene Infektionskrankheiten. Eine häufig durch Zecken übertragene Form ist die Lyme-Borreliose die durch ein Bakterium (Borrelia burgdorferi) ausgelöst wird. Im ersten Stadium kommt es zu einer sich ausbreitenden Hautrötung, deshalb sollte jeder Zeckenstich sehr gut beobachtet werden. Insbesondere in einer frühen Phase lässt sich die Lyme-Borreliose sehr gut mit einem Antibiotikum behandeln. Sie kann unterschiedlich schlimm verlaufen und kann die Haut, das Nervensystem, die Gelenke, das Herz und weitere Organe betreffen. Eine Impfung ist nicht möglich. 

FSME:

Die Krankheit FSME – Frühsommer-Meningoenzephalitis - kann die Hirnhaut und das zentrale Nervensystem des Menschen angreifen. Gegen FSME kann man sich Impfen lassen, dass wird insbesondere für Personen die gerne Zeit im Freien verbringen und in einem Risikogebiet leben ausdrücklich empfohlen.

 

FSME

  Risikogebiete in Deutschland (Quelle: RKI, Stand April 2020)

Wie behandelt man einen Zeckenstich?

Hat eine Zecke zugestochen, solltet ihr schnell reagieren, um keine Krankheiten zu riskieren. Das Risiko einer Übertragung steigt, je länger die Zecke Blut saugt. Das bedeutet man sollte nach einem Aufenthalt im Freien sorgfältig auf Zeckensuche gehen.  Da sich Zecken sehr fest in der Haut des Wirtes verankern können, solltest du eine Zeckenkarte oder Pinzette benutzen, um sie komplett herauszuziehen. Nach der Entfernung der Zecke ist es von Vorteil die Einstichstelle zu desinfizieren, am besten mit Alkohol oder einer jodhaltigen Salbe.

Wichtig: Im Zweifel muss bei Zeckenstichen immer einen Arzt konsultiert werden!

Der heat_it ist nicht für die Behandlung von Zeckenstichen geeignet.

Hier erfährst du mehr über Wespen- und Bienen

Wie kann man Zeckenstiche vorbeugen?

Da sich Zecken in der Haut festankern ist es definitiv von Vorteil hohes Gras und das Unterholz zu vermeiden. Kommt man trotzdem nicht drumherum, hilft es lange Kleidung zu tragen, da der Zugang zur Haut für die Zecke versperrt wird. Hier sollte man vermehrt auf helle Kleidung setzen, da dort die kleinen Tierchen am besten zu erkennen sind.  

Alternativ können auch vor einem Spaziergang zeckenabweisende Mittel verwendet werden, um die Tiere abzuschrecken.

Da man es dennoch nicht immer vermeiden kann, auf Zecken zu treffen, lohnt es sich definitiv beim nächsten Spaziergang im Wald eine Pinzette mitzunehmen oder sie zu Hause griffbereit zu lagern, um für den schlimmsten Fall frühzeitig gewappnet zu sein. 


 

Weitere Informationen unter: https://www.zecken.de/de/die-zecke