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Just heat_it? - Ein kleiner Einblick in die Produktion

Heat_it in Karlsruhe


Liebe heat_it Enthusiasten,

heute gibt es einige Einblicke in die Technik des heat_it und in die tägliche Arbeit unserer Produktion. Wenn du mit dem Lesen dieses Beitrages fertig bist:

  • Weißt du, wie der heat_it funktioniert
  • Erfährst von Problemen und Lösungen bei der Entwicklung
  • Bekommst einen Eindruck, was es bedeutet, ein Produkt zur Serienreife zu bringen
  • Wirst du Maschinenbau studieren wollen (oder auch nicht) 😉
Los geht's! 

Aller Anfang ist schwer…

Der Prozess von einer innovativen Idee zum verkaufsfertigen Medizinprodukt ist ein langer, steiniger und spannender Weg. Er ist geprägt von neuen Ideen, Verbesserungsansätzen und ständig auftretenden Herausforderungen. Nicht nur einmal hatten wir Gedanken wie: „Das ist jetzt das Problem, mit welchem wir nicht mehr weiterkommen und das die ganzen Mühen beendet.“ Im Laufe der Zeit haben wir uns aber an Rückschläge gewöhnt und wissen aus Erfahrung:
Et hätt noch immer jot jejange“ (vgl. § 3 Kölsches Grundgesetz).

Bei den ersten Entwürfen unseres Stichheilers haben wir anfangs unterschiedlichste Ideen probiert und Prototypen aufgebaut, die sich in Form, Größe, Farbe und Material unterscheiden. Um euch diese Veränderung und den Produktentwicklungsprozess etwas näher zu bringen, schauen wir uns doch den Holz heat_it von 2017 an.

 

 

Vom Holz-Prototyp zum heat_it

Ökologisch, elegantes Aussehen und tolle Haptik, das war unsere Idee. Wir erstellten daraufhin ein Prototyp mit Holzgehäuse und waren zunächst sehr angetan vom Ergebnis. Stolz präsentierten wir den Prototyp der Presse und der Öffentlichkeit und auch das Feedback war überwiegend positiv.
Mit der Zeit wurde klarer, dass aus dem Studentenprojekt ein Serienprodukt werden soll und hier kamen erste Bedenken ins Spiel. Ist es überhaupt realisierbar, aus Kosten und Umweltgründen tausende heat_it aus Holz zu produzieren? – Die Antwort lautet Nein. Zunächst muss das Holz kunstharzverstärkt sein, damit es bei den dünnen Wandstärken robust genug ist.

Und wie sieht es aus mit einer wirtschaftlichen, ressourcenschonenden Fertigung? – Fehlanzeige: Jeder heat_it müsste aufwendig einzeln „aus dem Vollen“ gefräst werden: Sprich über 50 % des Materials würde direkt in der Produktion als Abfall anfallen.

Fazit: Ein einzelner Holz-Prototyp sieht zwar super aus, wird aber bei der Produktion zu aufwendig und ist wenig ökologisch. Was heißt das also für uns? Weitersuchen und neue Konzepte entwickeln!

Nach weiteren Ideen, Prototypen, herben Rückschlägen und vielen Fortschritten haben wir uns schlussendlich für hochwertigen Kunststoff entschieden. Das robuste Material ist wirtschaftlich herstellbar, hygienischer als Holz und hat somit die besten Voraussetzungen für ein Medizinprodukt. Der heat_it gibt optisch einiges her, oder was denkst du?

Holz Prototyp und heat_it
Die Entwicklung vom Holz-Prototypen zum heat_it

Der heat_it - große Technik auf kleinstem Raum

Um die Funktion des heat_it besser verstehen zu können, lohnt es sich einen Blick in das Innere des heat_it zu werfen.

Das „Herzstück“ des heat_it bildet die Platine, auf der alle relevanten Bauteile verlötet sind und den Schaltkreis des heat_it darstellen. Zentral ist der Mikrocontroller, also ein kleiner „Computer“, der die Kommunikation zwischen den einzelnen Bauelementen und dem Smartphone ermöglicht. Nachdem du also deine Einstellungen für die Behandlung in unserer App ausgewählt hast, kommuniziert die App mit dem Mikrocontroller des heat_it, der wiederum die Behandlungsdauer und -temperatur steuert.

Aber einen fertigen Prototypen zu haben ist nur die halbe Miete. Das Ganze muss ja auch in großer Stückzahl und hoher Qualität produziert werden. Und das ist eine größere Herausforderung als man vielleicht zunächst denkt.

Einzelteile heat_it
Die Einzelteile des heat_it

Wo wird also der heat_it produziert?

Wir produzieren unseren Stichheiler im wunderschönen Karlsruhe! Nur so können wir beste Qualität „Made in Germany“ garantieren und gleichzeitig auf unseren ökologischen Fußabdruck achten. Meine Mitgründer Lukas, Stefan und Armin kenne ich aus dem gemeinsamen Maschinenbaustudium.
Der fachliche Hintergrund passt also. Trotzdem ist der Aufbau einer eigenen Produktion nicht zu unterschätzen, aber eine spannende Herausforderung, die wir meistern konnten.
In vielen Einzelschritten erfolgt das Verlöten der einzelnen Bauteile, der Zusammenbau, die Programmierung und der finale Test eines jeden einzelnen heat_it durch unser Team.
Am Ende wird verpackt und der heat_it geht in den Verkauf.

Überzeugt?

Hört sich doch alles nicht so kompliziert an, oder?
Wenn du selbst etwas Technisches studierst und Lust hast bei uns im Team mit anzupacken, melde dich bei mir. Wir suchen immer motivierte Studierende, die Lust auf neue Herausforderungen im Start-up haben.  

Und für alle anderen war das hoffentlich ein interessanter Einblick in die Technik hinter dem heat_it.

Wenn du also das nächste Mal einen Insektenstich mit unserem heat_it behandelst, wird nicht nur dein Schmerz gelindert, sondern du kannst auch deinen Freunden am Baggersee erklären, wie der heat_it genau funktioniert. Just heat_it!

Bis zum nächsten Mal.

Euer Christof

PS: Du hast Ideen, Tipps oder Feedback für uns? Dann lass es uns gerne wissen.


Christof